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Kurzfristige Entlastung für Pendler

Und Plan ab 2022: Der Schienennahverkehr soll erweitert werden/Nahverkehrszüge müssen erst gebaut werden

Dass sich das Schienen-Nahverkehrsangebot zwischen Brandenburg und Berlin erheblich verbessern muss, ist unstrittig. Allerdings gibt es dazu lange Planungszeiten. So befindet sich gegenwärtig der Nahverkehrsplan in der Diskussion, mit dem ab 2022 Taktverdichtungen und zusätzliche Streckenführungen einschließlich neuer S-Bahnanschlüsse umgesetzt werden sollen. Was er konkret beinhalten wird, soll noch 2018 entschieden werden.

Dennoch versuchen alle Verantwortlichen, die Verkehrssituation zeitnah zu verbessern. Übervolle Züge zu bestimmten Zeiten könnten durch eine größere Anzahl von Wagen entlastet werden. Dichtere Taktzeiten würden vor allem den Berufsverkehr und zu Hauptausflugzeiten den Pendlern und Reisenden Entlastung bringen. Diese einleuchtenden Möglichkeiten sind jedoch leider nicht so einfach umgesetzt. Denn der eigentliche Engpass entsteht, weil Nahverkehrszüge erst dann gebaut werden, wenn die öffentliche Hand sie bestellt hat. Das führt dazu, dass das Wagenangebot dem Bedarf immer hinterher hinkt. Zusätzlich sind die erheblichen Kapazitätsengpässe im Schienennetz nicht einfach behebbar, wie die jahrelangen Bauarbeiten am Karower Kreuz oder auch die Brückenbauarbeiten zeigen. Viele Strecken in Berlin, nach Cottbus oder Richtung Szczecin sind davon betroffen.

Monatelang gab es Verhandlungen des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) mit der DB-Regio (Deutsche Bahn Regionalverkehr), der NEB (Niederbarnimer Eisenbahngesellschaft) und der ODEG (Ost-deutsche Eisenbahngesellschaft) über mögliche Verbesserungen. Seit 13. März ist klar: Die Brandenburger Landesregierung hat für jährlich 9 Millionen Euro zusätzliche Leistungen eingekauft. Für den Barnim besonders wichtig: Auf der künftigen Entwicklungstrasse Berlin-Werneuchen wird es bereits jetzt Verbesserungen geben. Aber auch andere Berufspendler können mit folgenden Verbesserungen rechnen:

Die NEB soll bereits im Laufe des Jahres 2018 zusätzliche Wagen einsetzen auf den Strecken:

  • Oranienburg – Berlin/Ostkreuz
  • Werneuchen – Berlin/Ostkreuz
  • RB 26: Berlin/Ostkreuz – Strausberg – Müncheberg – Seelow-Gusow – Kostrzyn

Die ODEG soll die RE 2-Linie verdichten, sobald Fahrzeuge zur Verfügung stehen auf den Strecken:

  • Berlin – Falkensee – Nauen
  • Berlin – Lübben – Lübbenau – Cottbus vor allem an den Wochenenden der Sommersaison

Ab dem zweiten Quartal 2019 ist der zusätzliche Einsatz von Doppelstockwagen geplant auf den DB-Regio-Strecken:

  • RB 10: Berlin/Südkreuz – Berlin/Hauptbahnhof – Jungfernheide – Falkensee – Nauen
  • RE 7: Dessau – Bad Belzig – Potsdam/Rehbrücke – Berlin-Stadtbahn – Schönefeld – Wünsdorf sowie Verdichterzüge zwischen Bad Belzig und Berlin/Stadtbahn
  • RB 13: zwischen Berlin/Jungfernheide – Spandau – Wustermark bereits ab 9. April 2018.

Möglich ist das geworden, weil die Deutsche Bahn eine Ausschreibung im Süden Deutschlands verlor und damit zusätzliche Züge für Brandenburg zur Verfügung stehen. Mit diesen Schritten will die Rot-Rote Landesregierung den vielen Pendlern Erleichterung verschaffen. Dabei ist klar, dass das Grundproblem weiter bestehen wird und in den nächsten Jahren noch viel zu tun ist.

Innerhalb des Nahverkehrsplanes wird es ein Investitionsprojekt 2030 geben, in dem z.B. die Taktzeiten nach Bernau und Oranienburg verdichtet werden und ein zweigleisiger Ausbau nach Szczecin erfolgen soll.
(OW-Beitrag)


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