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Frühphasenfonds, Vergabegesetz, Innovationsgutscheine ...

Wie die Märkische Oderzeitung vom 8. Januar berichtete, trat Brandenburgs neuer Wirtschaftsminister Ralf Christoffers beim Neujahrsempfang der Barnimer Wirtschafts- und Tourismusentwicklungsgesellschaft in Bernau als "Hauptredner" auf. Ein Schwerpunkt seiner Ausführungen war der Sicherung der Liquidität kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) gewidment. Die Landesregierung plane, aus einem "Frühphasenfonds" für solche Unternehmen bereits "in einer frühen Phase der Ideenfindung" Kredite zur Verfügung zu stellen, womit der Zugang zum öffentlichen und privaten Kapitalmarkt erleichtert würde.

Ferner erläuterte Christoffers Pläne für ein Vergabegesetz, das den "Widerspruch zwischen Haushalts- und Vergaberecht" beseitigt, "damit künftig wirklich das wirtschaftlichste und nicht das günstigste Angebot den Zuschlag erhalten kann." Dabei sollen auch Folgekosten berücksichtigt werden.

Darüber hinaus plädierte der Minister für eine enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Hochschulen. Erstere könnten zukünftig "Innovationsgutscheine" einlösen, "wenn sie sich von Fachhochschulen beraten lassen". Generell sehe er in der ökologischen Modernisierung eine große Chance für die Region.

W. K.


"Bernau ist keine Schlafstadt"

In einem Artikel von Britta Gallrein berichtete die Märkische Oderzeitung vom 21.12.  von einem Empfang der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Barnim (MIT), zu dem auch der neue Wirtschaftsminister Brandenburgs, Ralf Christoffers gekommen war.
Dabei äußerte sich Christoffers zur wirtschaftlichen Zukunft des Barnim:""Die Perspektiven von Bernau und Eberswalde sind verschieden", wird Christoffers zitiert. Und weiter: "Eberswalde verfügt über eine industrielle Verarbeitungstiefe und ist ein angesehener Hochschulstandort. Bernau hat starke städtische Gesellschaften und viele mittelständische Betriebe vor allem im Dienstleistungsbereich". Vor allem die Hussitenstadt profitiere von der Nähe zu Berlin. Sie werde weiter Zuzugsgebiet bleiben und könne ihren Dienstleistungsbereich weiter ausbauen. "Bernau ist keine Schlafstadt."
Aus dem Artikel geht weiter hervor, dass Christoffers dafür plädiert, die Mittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) zum Teil den Regionen zur eigenen Verfügung zu stellen. "Jede Region sollte selbst entscheiden können, was für sie wichtig ist, schließlich ist jede Region unterschiedlich", erklärte er. Die Diskussion um die künftige Verteilung der EU-Mittel beginne schon im nächsten Jahr.
Hinsichtlich der schon lange diskutierten Ortsumgehungsstraße für Bernau bekannte sich Ralf Christoffers prinzipiell für deren Realisierung. Allerdings müsse sie tatsächlich zu einer Entlastung und nicht nur zur Verlagerung des Verkehrs beitragen, in dem sie - wie jetzt geplant - an der Börnicker Chaussee endet. "Es kann nicht sein, dass woanders die dreifache Menge an Verkehr entsteht."
Abschließend heißt es in dem Artikel: "Eine Lösung müsse jedoch dringend gefunden werden. 'Wir haben das Problem seit Jahren und jetzt haben alle die Aufgabe, sich zu einigen. Wenn man die Trasse durchplant, ist die Akzeptanz in der Bevölkerung auch größer und man kann erst mal loslegen', machte er deutlich."

W. Kraffczyk


"Rotes Frühstück" in Bernau