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Im Barnim unterwegs

Im Rahmen der traditionellen „Sprechstunden unter freiem Himmel“ führte Ralf Christoffers, Landtagsabgeordneter der Fraktion DIE LINKE und Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten Brandenburgs, am 6. August Gespräche mit Unternehmern im Oberbarnim. Daran nahmen auch die Bundestagsabgeordnete der LINKEN Sabine Stüber sowie die Landtagsabgeordneten Margitta Mächtig und Dr. Michael Luthardt teil.

Erste Stadion war das Gut Sarnow in der Schorfheide, wo das Projekt „Wasserwelten“ des Investors Bernd Götsch zur Diskussion stand.  Nach seinen Plänen soll unweit des Gutes  ein Thermalbad entstehen, wobei salzhaltiges Wasser aus einer ca. 800m entfernten Tiefenbohrung  des Geoforschungszentrums Potsdam (Gfz) genutzt werden soll.
Naturgemäß stand die Frage nach Unterstützung des Projektes durch das Land im Raum. Ralf Christoffers machte jedoch deutlich, dass die Bäderkonzeption in Brandenburg keine Förderung weiterer Standorte vorsehe. Allerdings sehe das gerade erst vorgestellte Landesprogramm RENplus eine erweiterte Förderung nachhaltiger Energienutzung vor. In diesem Zusammenhang gebe es auch großes Interesse an der Erforschung und verstärkten Nutzung der Geothermie.
Noch sind jedoch grundlegende Fragen offen, so z. B. die nach der Qualität des Wassers und seine Eignung für Heilzwecke. Das Gfz stellte eine Antwort darauf in ca. einem Jahr in Aussicht. Ralf Christoffers erklärte seine Bereitschaft, danach konkrete Anfragen dahingehend zu prüfen, was im Einzelfall „geht und was nicht“.

Auf seiner zweiten Station traf sich der Minister in Chorin mit dem Vorsitzenden des Tourismusvereins Schorfheide-Chorin e. V. Axel Ritter. Dabei ging es um die weitere Entwicklung des Tourismus im Barnim. Ralf Christoffers  betonte die große Rolle des Tourismus als bedeutenden Wirtschaftszweig in Brandenburg allgemein und in der Region Barnim-Uckermark im Besonderen. Gegenwärtig befinde sich die Tourismuskonzeption des Landes in Überarbeitung. Zukünftig werde mehr Augenmerk auf die Sicherung der Qualität zu legen sein, weniger auf den quantitativen Ausbau. Das schließe allerdings die eine oder andere Investition zur Beseitigung von „Lücken“ in der touristischen Infrastruktur nicht aus. Der Minister plädierte für eine enge Vernetzung der verschiedenen lokalen Akteure und Initiativen, um der Region ein ganzheitliches attraktives Antlitz zu verleihen.

Anschließend machte Ralf Christoffers noch einen Abstecher in den Eberswalder Technologie- und Gewerbepark. Hier hat die mp-tec GmbH & Co. KG, ein Hightech-Unternehmen der Solarindustrie, ihren Stammsitz. Bei einem kleinen Rundgang informierte der Inhaber und Geschäftsführer Michael Preißel über die Produkte seiner Firma zur Nutzung der Sonnenenergie für die Strom- und Wärmeerzeugung sowie über deren Herstellung. In dem nachfolgenden Gespräch informierte Minister Christoffers über die strategische Ausrichtung des Landes zur Entwicklung der erneuerbaren Energien, was auch die schrittweise Reduzierung noch bestehender Restriktionen einschließe.  Zugleich biete das neue Landesprogramm RENplus (s. oben) erweiterte Fördermöglichkeiten für den Ausbau der Wärmeerzeugung durch nachhaltige Energien. Dabei arbeite Brandenburg auch eng mit Berlin zusammen.
Herr Preißel betonte u. a., dass er vor allem Nachholbedarf bei der Entwicklung von Anwendungstechnologien für die dezentrale Strom- und Wärmeerzeugung sehe. Außerdem machten gewisse bürokratische Hürden wie z. B. langwierige Genehmigungsverfahren dem Unternehmen das Leben schwer. Die Gesprächspartner verabredeten diesbezüglich weiter im Kontakt zu bleiben.


Im Barnim unterwegs