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Im Barnim auf Besuchstour

Chefärztin Dr. Konzag (2.v.l) informierte M. Mächtig (l.) und R. Christoffers (r.) über die Betreuungsmöglichkeiten der Kindernachsorgeklinik. Die Abgeordneten wurden durch die Geschäftsführerin Petra Bierwirth (2.v.r.) begrüßt.
Blick in den Festssaal des Gemeinschaftshauses in Hpbrechtsfelde: Der einstige Glanz ist noch zu erahnen.
Der Vertreter der "Bremer Höhe" e.G. erläuterte dem Minister notwendige Maßnahmen zur Sanierung des Gebäudes.

Faktisch als „Ergänzung“ zu den Sprechstunden unter freiem Himmel der letzten Wochen gingen am 18. August Margitta Mächtig und Ralf Christoffers, Wirtschafts- und Europaminister des Landes, auf Besuchstour durch den Landkreis. Erste Station war die Eberswalder Arbeitsagentur, wo sich beide Abgeordneten der LINKEN mit dem Leiter Herrn Ramm darüber berieten, wie künftig noch besser die Instrumente der Arbeitsförderung mit den gesellschaftlichen Zielen verbunden werden können und eine noch konstruktivere Zusammenarbeit mit unserem Nachbarland Polen bei der Arbeitsförderung entwickelt werden kann.

Dann folgte der Besuch der Kindernachsorgeklinik in der Waldsiedlung bei Wandlitz, wo sie von der Geschäftsführerin Petra Bierwirth begrüßt wurden. Bis zu 28 Patienten und deren Familienangehörige können in dieser Klinik im Rahmen einer familienorientierten Nachsorge für herz- und krebskranke Kinder sowie Jugendliche betreut werden. Die Chefärztin Frau Dr. Konzag berichtete während des Rundganges durch die traditionsgeladenen Häuser der ehemaligen DDR- Politprominenz über das leistungsfähige medizinische Angebot der Einrichtung, die zudem Unterricht für alle Klassenstufen, Kindergarten, vielfältige Freizeit- und Therapiemöglichkeiten sowie Familienunterstützung bietet.
Anlass des Besuches war die Bereitstellung von 7.000 Euro aus Lottomitteln durch das Wirtschaftministerium, wodurch barrierefreie Zugänge zu den Häusern über Rampen realisiert werden konnten. Sicher nur der berühmte „Tropfen auf den heißen Stein“ angesichts der Tatsache, dass die Klinik auch für zukünftige Projekte auf Spenden angewiesen ist. Allerdings könnte sich das in naher Zukunft ändern, wenn die Gesundheitswirtschaft in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg zu einem besonders förderungswürdigen Entwicklungsschwerpunkt deklariert wird, betonte der Wirtschaftsminister.

Anschließend besuchte Ralf Christoffers den Panketaler Ortsteil Hobrechtsfelde. Hier ist die Wohnungsbaugenossenschaft „Bremer Höhe“ seit Jahren bemüht, die Häuser des ehemaligen Berliner Stadtgutes zu sanieren und den Ort zu einem „Energiedorf“ zu entwickeln. Der „Knackpunkt“ dieser Anstrengungen ist zweifellos das 100jährige Gemeinschaftshaus mit seinem Festsaal, das seit rund 20 Jahren dem Verfall anheim steht. Rund 300.000 Euro wurden bereits investiert, um größere Schäden abzuwenden. Doch um die vielfältigen Pläne, das Haus wieder mit Leben zu erfüllen, realisieren zu können, wäre eine mehr als 10fache Summe erforderlich. Das könnte sich lohnen, waren sich die Gesprächspartner angesichts der Berlinnähe und der reizvollen Umgebung des Ortes einig. Zudem könnte im Gefolge das energetische Konzept für den Ort umgesetzt werden, weil das Haus größter Energieabnehmer wäre und sich damit der Bau eines neuen Kraftwerkes auf Holzschnitzelbasis rechnen könnte.
Ralf Christoffers konnte dafür natürlich keinen Scheck ausschreiben, aber er versprach, Möglichkeiten für die Förderung dieses Projektes zu prüfen.

W. Kraffczyk