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7. BarnimBau im Zeichen effektiver Energienutzung

Ralf Christoffers wünschte der Messe Erfolg

Ralf Christoffers während seiner Begrüßungsansprache

Die nun schon traditionelle Messe der regionalen Baubranche fand am 18. und 19. September im Bernauer Sportforum statt. Schirmherr Hubert Handke, Bürgermeister von Bernau, würdigte sie in seiner Eröffnungsansprache als Chance für das regionale Handwerk, potentiellen Kunden ihre Leistungen und Produkte zu präsentieren.

Ein Schwerpunkt der diesjährigen Leistungsschau war zweifellos die Energieeffizienz und der Einsatz erneuerbarer Energien im Eigenheim. Und so unterstrich dann auch der Landtagsabgeordnete und Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg Ralf Christoffers (DIE LINKE) in seiner Begrüßungsansprache, dass die Förderung von technischen Innovationen bei der Energiegewinnung und deren effektiveren Nutzung ein vorrangiges Ziel der Potsdamer Regierungskoalition sei. Zugleich bedauerte er, dass die Bundesregierung die Kürzung der Fördermittel für die Wohnraumsanierung beschlossen hat. Vor dem Hintergrund immer knapperer Haushaltsmittel könne das Land dies nicht kompensieren. Allerdings werde bis 2014 die Technologieförderung nicht gekürzt.

In diesem Zusammenhang verwies der Minister auf die Pläne der Landesregierung, die Eigenkapitalausstattung insbesondere der kleinen und mittelständischen Unternehmen durch die Vergabe von so genannten Nachrangdarlehen zu verbessern. Neben der Bereitstellung von Fördermitteln würden so zusätzliche Finanzmittel für die Wirtschaft zur Verfügung gestellt. Er hoffe diesbezüglich auf eine baldige Zustimmung seitens der EU.

Im Weiteren machte Ralf Christoffers darauf aufmerksam, dass Brandenburg nach 2014 voraussichtlich nicht mehr zu den Regionen der höchsten Fördermittelstufe der EU gehören werde. Um Brüche zu vermeiden, setze er sich für Übergangsregelungen ein. Außerdem werde eine höhere Flexibilität des Einsatzes der Fördermittel angestrebt. So sollen mehr Mittel in regionaler Eigenverantwortung genutzt werden.

Hinsichtlich des Ausbaus erneuerbarer Energie verfolge Brandenburg ehrgeizige Ziele. Bereits jetzt stammen 58% des Energieverbrauchs aus regenerativen Quellen. Unter den Prämissen der Versorgungssicherheit, Preisstabilität und Nachhaltigkeit soll dieser Anteil weiter erhöht werden. Allerdings bedingt dies eine breite öffentliche Akzeptanz. Ob Windräder, große Photovoltaikanlagen oder der Bau erforderlicher neuer Stromleitungen – da stets die Einwohner vor Ort betroffen sind, gäbe es diesbezüglich auch Widerstand. Er bekräftigte seine Bereitschaft zu einem offenen Dialog, gab aber auch zu bedenken, dass zu gegebener Zeit auch Entscheidungen getroffen werden müssen.

Auf dem nachfolgenden Rundgang durch die Stände der rund 70 Aussteller ließ sich dann Ralf Christoffers gemeinsam mit seiner Landtagskollegin Margitta Mächtig über das Angebot und Leistungsfähigkeit der Barnimer Unternehmen sowie neue Trends informieren. Dabei entspann sich noch das eine oder andere intensive Gespräch wie z. B. am Stand der Bernauer Stadtwerke, die ihr Interesse an der Übernahme des regionalen Stromnetzes nach dem Auslaufen der gegenwärtigen Verträge äußerten – ein Gedanke, den auch der Wirtschaftsminister nicht unsympathisch fand.

W. Kraffczyk


Auf der BarnimBau