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31. Mai 2016

Gute Arbeit ...

... ist das Schwerpunkt-Thema schon lange für unsere Fraktion und erst recht seit Beginn der rot-roten Koalition in Brandenburg.
Unser Land hat seitdem neue Wege in der Wirtschaftspolitik beschritten: Unsere Strategie rückt Transformation von Unternehmens- und Produktstrukturen ins Zentrum, belohnt nachhaltige Ressourcennutzung, fördert Innovationen in Produktion, Wissenschaft und im Dienstleistungssektor, führt regionale sowie sektorale Förderung zusammen und verbindet sie zugleich mit sozialen Kriterien wie Tariftreue, Weiterbildung oder Familienfreundlichkeit. Öffentliche Aufträge wurden an eine existenzsichernde Lohnuntergrenze gekoppelt, noch ehe daran bundesweit zu denken war. Mit der Neueinstellung von Lehrern und Erzieherinnen finden junge Menschen Arbeit und Lebensperspektiven in Brandenburg – zugleich kommt ihre Tätigkeit anderen zugute, die durch bessere Bildungsmöglichkeiten größere Lebenschancen gewinnen.

Ein Paradies für alle ist Brandenburg jedoch noch lange nicht. Das wissen alle, denen der soziale Stress schwer zu schaffen macht, denen ein ewig angespanntes Haushaltsbudget, steigende Preise, höhere Herausforderungen im Job oder die Zukunft der eigenen Kinder permanent Sorgen bereiten.

Den Wandel sozial zu gestalten, allen einen würdigen Platz in der Gesellschaft zu ermöglichen, soziale Polarisierung zu verhindern – darum geht es noch lange. Dafür braucht es einen stabilen gesellschaftlichen wie politischen Konsens. Begriffe wie Gerechtigkeit und Solidarität aber sind umstritten wie nie. Gelten sie als Grundwerte – oder nur als Privilegien für Deutsche? Wo sie aber einmal eingeschränkt werden, sind alsbald auch jene außen vor, die sich anfangs persönliche Vorteile zu Lasten anderer erhofft hatten. Für uns LINKE sind und bleiben Gerechtigkeit und Solidarität daher Grundwerte unserer täglichen Arbeit. Gute politische Arbeit für "Gute Arbeit" für alle – das ist unsere Richtschnur.
(Editorial zu "Linksdruck Magazin", 2, Mai 2016)